Nach Freispruch im Neonaziprozess: Anklage legt Rechtsmittel ein

Dortmund (dpa/lnw) - Die Staatsanwaltschaft prüft nach den Freisprüchen im Prozess um Neonazi-Krawalle in Dortmund, ob sie in einem Fall in Berufung geht oder Revision beantragt. «Nach unserer Auffassung ist das Urteil nicht zu halten», sagte die Leiterin der Staatsanwaltschaft Dortmund, Birgit Cerullies, am Freitag der dpa. Sie will zunächst Rechtsmittel einlegen und das schriftliche Urteil abwarten. Dann soll die Entscheidung fallen, ob inhaltliche Mängel (Berufung) oder Verfahrensmängel (Revision) angegangen werden. Das Amtsgericht hatte am Dienstag zwei 26 und 28 Jahre alte Männer freigesprochen. Die Richter konnten ihnen keine strafbaren Handlungen nachweisen. Vorgehen will die Anklagebehörde im Fall des 26-Jährigen.

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