Nach Kauf von Daten-CD Ermittlungen auch in NRW

Düsseldorf (dpa/lnw) - Nach dem Kauf einer CD mit Daten mutmaßlicher deutscher Steuerbetrüger durch das Land Rheinland-Pfalz hat es auch in Nordrhein-Westfalen Durchsuchungen gegeben. Die NRW-Steuerfahnder unterstützten die bundesweiten Aktionen, teilte das Düsseldorfer Finanzministerium am Dienstag mit. Bundesweit gab es 201 Hausdurchsuchungen.

Nordrhein-Westfalen wird sich an der Finanzierung des Ankaufs der Daten beteiligen. Die CD mit rund 40 000 Datensätzen hat nach Angaben aus Mainz rund 4,4 Millionen Euro gekostet. Der rheinland-pfälzische Finanzminister Carsten Kühl (SPD) erwartet Steuereinnahmen in Höhe von bundesweit rund 500 Millionen Euro.

Nordrhein-Westfalen hat in der Vergangenheit mehrfach Steuerdaten angekauft. Dadurch seien allein in NRW mehr als 640 Millionen Euro zusammengekommen, hatte Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) im vergangenen Monat im Finanzausschuss des Landtags berichtet. Mehr als die Hälfte dieser Summe stammt aus Selbstanzeigen von Steuerpflichtigen.

NRW-Finanzministerium zu Datenankauf

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