Nach Millionen-Gage für Gottschalk-Show: NRW ändert Gesetz

Düsseldorf (dpa) - Nach der umstrittenen Millionen-Gage für die abgesetzte ARD-Vorabendserie von Thomas Gottschalk hat die nordrhein-westfälische Landesregierung den Entwurf für ein neues WDR-Gesetz gebilligt. Wie Medienministerin Angelica Schwall-Düren am Donnerstag in Düsseldorf mitteilte, wurde der Entwurf dem Landtag übersandt, wo er im nächsten Plenum in erster Lesung beraten werden soll. Das Gesetz schreibt vor, dass Programmbeschaffungen ab einer bestimmten Höhe auch dann von den Kontrollgremien des WDR genehmigt werden müssen, wenn sie von Tochtergesellschaften des Senders beauftragt werden.

Der WDR hatte vor einigen Monaten bestätigt, dass Thomas Gottschalk 2012 die volle Gage für seine Vorabendserie «Gottschalk live» bezahlt worden war, obwohl diese wegen Misserfolgs vorzeitig eingestellt wurde. Die Vereinbarung dazu war ohne Wissen der Aufsichtsgremien getroffen worden. Viele Kritiker warfen dem WDR Verschwendung vor.

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