Nach Tod auf Klettergerüst: Vier Männer vor Gericht

Ahaus/Münster (dpa/lnw) - Rund 16 Monate nach dem Tod eines Kleinkindes in einem Kindergarten in Gronau müssen sich vier Angeklagte am 9. Juli in Ahaus vor dem Schöffengericht verantworten. Den Männern wird fahrlässige Tötung vorgeworfen. Ein zweieinhalbjähriges Mädchen war im März 2012 zwischen Decke und Klettergerüst mit dem Kopf steckengeblieben und erstickt.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Geschäftsführer des Herstellers, zwei Monteuren und einem Mitarbeiter des TÜV-Nord vor, den vorgeschriebenen Mindestabstand zwischen Gerüst und Decke nicht eingehalten zu haben. Bei Beachtung der Norm, so die Staatsanwaltschaft bei der Anklageerhebung, wäre es «mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit» nicht zu dem tödlichen Unfall gekommen. Für ein Fehlverhalten der Leitung oder des Personals der Tagesstätte sahen die Ankläger keine Anhaltspunkte.

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