Nach umstrittenem Polizeieinsatz: Demo nicht durch Altstadt

Düsseldorf (dpa/lnw) - Ein für Samstag angesetzter Protestmarsch nach einem umstrittenen Polizeieinsatz in Düsseldorf wird nicht wie geplant durch die Altstadt ziehen. Nach Gesprächen zwischen Anmelder und Polizei soll die Demo laut den Behörden nun um 13 Uhr am Landtag beginnen, über Königsallee und Heinrich-Heine-Allee durch die Innenstadt ziehen und wieder am Landtag enden.

Ursprünglich sollte der «Protestmarsch für Mohamed A. - gegen Polizeigewalt» unter anderem durch den Hauptbahnhof und am Ort des Vorfalls in der Altstadt vorbei ziehen. Laut Veranstalter werden bis zu 5000 Menschen erwartet. Die Polizei warnt wegen der Demo und weiterer - davon unabhängigen - Kundgebungen vor möglichen Verkehrsbeeinträchtigungen in der Innenstadt am Samstag.

Die Demonstration am Samstag bezieht sich auf einen Einsatz eine Woche zuvor: Nachdem ein Jugendlicher (15) Polizisten beleidigt und tätlich angegriffen hatte und sich gegen seine Festnahme wehrte, war er von den Beamten am Boden fixiert worden. Ein Polizist drückte dabei den Kopf des Jugendlichen mit dem Knie auf den Boden. Die Ermittlungen um den Vorfall laufen noch. Innenminister Herbert Reul (CDU) hatte am Donnerstag im Innenausschuss dargelegt, dass die Technik grundsätzlich zulässig sei.

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