Nach versuchtem Bombenanschlag: Angeschuldigten drohen lange Strafen

Düsseldorf (dpa/lnw) - Den von Generalbundesanwalt Harald Runge wegen Terrorverdachts angeklagten vier Islamisten aus Nordrhein-Westfalen drohen lange Haftstrafen. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, könnte der Hauptbeschuldigte Marco G. zu lebenslanger Haft verurteilt werden, teilte ein Sprecher des Oberlandesgerichts Düsseldorf am Freitag mit. Für die drei anderen Angeschuldigten seien Haftstrafen von bis zu 15 Jahren möglich. Der Staatsschutzsenat des OLG werde in den nächsten Wochen entscheiden, ob er das Hauptverfahren gegen die vier Angeschuldigten eröffnet.

Der Generalbundesanwalt macht den 26-Jährigen Marco G. für den versuchten Bombenanschlag auf den Bonner Hauptbahnhof im Dezember 2012 verantwortlich. Er soll versucht haben, auf einem Bahnsteig eine selbstgebaute Rohrbombe zur Explosion zu bringen. Marco G. wird versuchter Mord und versuchte Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion vorgeworfen. Zusammen mit den drei anderen Islamisten soll er zudem Anschlag auf den Vorsitzenden der islamfeindlichen Gruppe Pro NRW versucht haben.

Mitteilung des OLG Düsseldorf

Mitteilung des Generalbundesanwalts

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