Nachbarin soll Rentnerin mit 45 Stichen getötet haben

Bonn (dpa/lnw) - Wegen Raubmordes aus Habgier muss sich eine 25-jährige Mutter von zwei Kindern seit Montag vor dem Bonner Schwurgericht verantworten. Die Frau soll im November vergangenen Jahres eine 87-jährige Rentnerin mit 45 Messerstichen in ihrer Wohnung in Meckenheim bei Bonn getötet haben. Laut Anklage war die junge Nachbarin über den Balkon in die Parterrewohnung eingedrungen, um nach etwas Stehlenswertem zu suchen, da sie zur Tatzeit in finanzieller Not gewesen sei. Dabei sei ihr die Rentnerin begegnet, mit der sie befreundet war. Möglicherweise glaubte die Angeklagte, die alte Dame sei nicht zu Hause, da an diesem Tag das Auto der 87-Jährigen in der Werkstatt war.

   Die Angeklagte bestreitet die Vorwürfe. Sie war zunächst Zeugin in dem Fall gewesen, angeblich hatte sie die Rentnerin in ihrer Wohnung gefunden und die Polizei informiert. Laut Staatsanwaltschaft belasten vor allem zwei Indizien die 25-Jährige. Sie soll noch am Tattag zwei Goldringe des Opfers für 60 Euro bei einem Juwelier versetzt haben. Bei einer Hausdurchsuchung fanden die Ermittler im Wäschekorb eine Hose mit Blut der alten Dame.

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