Naturschützer sorgen sich: Probleme bei Schwalben-Nistsuche
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Eine Schwalbe füttert seine Jungtiere unter einem Dachvorsprung eines Bauernhauses. Foto: Qin Gang/XinHua
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Düsseldorf (dpa/lnw) - Schwalben haben es laut dem Naturschutzbund Nordrhein-Westfalen (NABU) immer schwerer, geeignete Nistplätze in NRW zu finden. Die Zugvögel brüten in Dachrinnen oder Pferdeställen. Immer weniger Hausbesitzer ließen die Singvögel jedoch bei sich nisten, sagte NABU-Ornithologe Heinz Kowalski. Der Trend verlaufe «auf jeden Fall negativ».

Seit 2010 vergibt der NABU deshalb die Plakette «Schwalbenfreundliches Haus» an Einwohner in Nordrhein-Westfalen, bei denen die gefiederten Sommergäste ihr Quartier aufschlagen können - egal ob an einem Wohnhaus, Hotel, Bauernhof oder Fabrikgebäude. Dabei geht es etwa um Brettchen als Nestgrundlage oder um Lehmpfützen, in denen Schwalben Baumaterial finden. Wo das nicht möglich ist, seien auch Kunstnester eine Möglichkeit, teilt der NABU mit.

Noch etwa 100 000 Mehlschwalbenpaare und 100 000 bis 150 000 Rauchschwalben brüteten nach einer Schätzung des Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz 2015 in NRW. Auf der Roten Liste gelten die Vögel, die im April von Afrika nach Deutschland fliegen, deshalb als gefährdet.

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