Netzbetreiber und Landwirte testen Erdkabel für Stromleitungen

Raesfeld (dpa/lnw) - Welche Auswirkungen haben Erdkabel zum Transport von Strom auf die Böden? Das wollen der Stromnetz-Betreiber Amprion und der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband in einem Pilotprojekt im westlichen Münsterland herausfinden. In Raesfeld verlegt Amprion derzeit im Zuge der Energiewende ein Erdkabel als Ersatz für eine alte Hochspannungsleitung. Die 3,4 Kilometer lange Strecke ist Teil der Strom-Verbindung zwischen Wesel in Nordrhein-Westfalen und Meppen in Niedersachsen. Die Landwirte pochen darauf, dass Bodenschäden möglichst verhindert werden, sagte Verbandspräsident Johannes Röring am Freitag bei der Vorstellung des Projektes.

Temperatur- und Feuchtigkeitssensoren im Boden liefern in den nächsten Jahren Daten für die Auswertung des Projekts. Insgesamt investiert Amprion für die 100 Kilometer lange Strom-Verbindung rund 250 Millionen Euro. Davon kostet der Bau der Erdkabel in rund zwei Meter Tiefe allein rund 100 Millionen Euro.

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