Neue Sorgen um den Kieler Provinzial-Standort

Kiel/Münster (dpa/lno) - Nach der geplatzten Fusion der öffentlichen Versicherungen Provinzial Nordwest und Provinzial Rheinland gibt es Spekulationen um eine Verschmelzung von Tochtergesellschaften und die damit verbundene Aufgabe des Standortes Kiel. Die Provinzial Nord Brandkasse AG beschäftigt dort den überwiegenden Anteil der 1000 Mitarbeiter. Die Schaden- und Unfallversicherung ist aktuell auf Münster, Hamburg und Kiel aufgeteilt. «Wir lehnen jede Fusion ab, die nicht die Sicherheit des Gesamt-Konzerns erhöht oder Standorte gefährdet», sagte die Kieler Betriebsratsvorsitzende Kerstin David am Freitag. Zuvor hatten die «Kieler Nachrichten» (Freitag) über eine drohende Verlegung des Geschäfts nach Münster berichtet.

Betriebsratschefin David kündigte bereits massiven Protest gegen eine mögliche Verschmelzung an. Zudem dürfe der öffentliche Auftrag der Provinzial nicht zur Disposition stehen. Auch Schleswig-Holsteins SPD-Landeschef Ralf Stegner kündigte Widerstand an: «Sollten Dritte versuchen, die Provinzial für die Lösung eigener Probleme zu missbrauchen, wird Schleswig-Holstein sich dagegen sperren.»

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