Neue Spitzenväter: Karriere auch für die Partnerin

Berlin/Münster (dpa/lnw) - Der Arzt Muhittin Demir aus Münster und zwei weitere Männer sind sind für ihr überdurchschnittliches Familienengagement zum «Spitzenvater des Jahres» gekürt worden. Demir nahm für seine drei Söhne fast drei Jahre lang Elternzeit, damit seine Frau in dieser Zeit studieren konnte, teilte die Mestemacher-Gruppe am Freitag als Preisstifter mit. Der Berliner Norman Heise arbeitet in Teilzeit, um sich um die beiden Söhne, den Haushalt und sein Ehrenamt im Bundeselternausschuss zu kümmern. Seine Partnerin hat einen Vollzeit-Job. An der Charité wird die Initiative «Väterbeauftragte» mit einem Sonderpreis ausgezeichnet. Sie berät unter anderem Ärzte und Pfleger, die länger in Elternzeit gehen wollen, ohne ihre Karriere aufs Spiel zu setzen.

Der Preis «Spitzenvater des Jahres» wird zum zehnten Mal verliehen und ist jeweils mit 5000 Euro dotiert, der Sonderpreis mit 2500 Euro. In diesem Jahr gab es mehr als 60 Vorschläge, unter denen eine Jury auswählte. Für die Stifter fördert eine gleichberechtigte Partnerschaft in Ehe und Familie die Leistungskraft von Gesellschaft und Wirtschaft.

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