Neuer Leitfaden für Kampf gegen Eichenprozessionsspinner
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Ein Schild warnt vor Eichenprozessionsspinner und einer drohenden Allergiegefahr. Foto: Friso Gentsch/dpa/Archivbild
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Düsseldorf (dpa/lnw) - Hilfe im Kampf gegen die gefährlichen Raupen des Eichenprozessionsspinners bietet ein neuer Leitfaden des NRW-Umweltministeriums. In dem Infoblatt, das es als Download gibt, sind Wissen über den Nachtfalter und seine Bekämpfung gebündelt, heißt es in einer Mitteilung von Sonntag. Es dient als Hilfestellung für Städte und Kommunen und enthält Empfehlungen und Maßnahmen für Betroffene.

Die langen Brennhaare der Raupen, die im Frühjahr schlüpfen, können bei Menschen im Fall eines Kontakts schwere Hautreizungen sowie Atembeschwerden hervorrufen. Die Tiere sitzen oft in Nestern in Eichen, die an warmen, sonnigen Plätzen am Waldrand wachsen.

Der Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner wird mit Fallen und dem Entfernen der Gespinstnester durch Spezialfirmen geführt. Auch Pflanzenschutzmittel und Biozide kommen zum Einsatz. In der Natur hat der Falter den Informationen nach einige Vögel und räuberische Käfer als Gegenspieler. Privatleute, die Gespinste im Garten finden, sollten nicht auf eigene Faust dagegen vorgehen, sondern Fachleute beauftragen und das Ordnungsamt informieren.

Die 40-seitige Broschüre des NRW-Umweltministeriums enthält auch Empfehlungen für den Fall, dass man mit den haarigen Raupen in Kontakt gekommen ist. Betroffene sollten sofort die Kleider wechseln, versuchen, mit Klebeband Brennhaare von der Haut zu entfernen und anschließend duschen. Bei ausgeprägten Symptomen muss ein Arzt aufgesucht werden.

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