Neues Konzept für NS-Gedenkstätte in Münster

Münster (dpa/lnw) - Die Ausstellung in der NS-Gedenkstätte Villa ten Hompel in Münster wird neu gestaltet. Die bisher weitgehend getrennt dargestellten Komplexe Polizei- und Tätergeschichte im Nationalsozialismus sowie Wiedergutmachungspraxis in der Bundesrepublik sollen miteinander verzahnt und um den Aspekt Entnazifizierung erweitert werden, teilten der Arbeitskreis NS-Gedenkstätten und die Stadt Münster am Montag anlässlich eines Besuchs von Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) in der Villa ten Hompel mit.

Löhrmann informierte sich über das neue Projekt einer Bildungspartnerschaft zwischen den 24 NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorten in NRW und Schulen im Land. Die Kooperation soll historisches Lernen auch außerhalb des Unterrichts ermöglichen. Während der NS-Diktatur wurden in der ehemaligen Fabrikantenvilla von Mitgliedern der Ordnungspolizei im Zuge des Holocaust Deportationen und Massenmorde im besetzten Osteuropa planerisch vorbereitet.

Geschichtsort Villa ten Hompel

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