Neues Radioprogramm für NRW: Hessischer FFH verfehlt Frist

Düsseldorf (dpa/lnw) - Im Wettbewerb um ein neues privates UKW-Radioprogramm für Nordrhein-Westfalen scheint ein Bewerber früh aus dem Rennen. Die Antragsunterlagen von Hessens privatem Radio-Marktführer FFH seien per Einschreiben 23 Stunden nach Ablauf der Frist erst am Dienstag eingegangen, teilte ein Sprecher der Landesmedienanstalt (LfM) NRW am Mittwoch in Düsseldorf mit.

«Wir sind sehr irritiert», sagte FFH-Geschäftsführer Hans-Dieter Hillmoth. Die Bewerbung sei am Mittwoch vergangener Woche per Mail und Einschreiben abgesandt worden. Der Sender will den Ausschluss nun juristisch prüfen.

Der hessische Radio-Marktführer FFH hatte «planet radio NRW» für junge Leute mit Sitz in Essen geplant. Nordrhein-westfälische Medienhäuser haben mit «deinfm» ebenfalls eine Jugendwelle in Konkurrenz zur öffentliche-rechtlichen WDR-Welle 1Live in der Planung. Sie betreiben bereits die privaten Lokalradios im Verbund von Radio NRW.

Daneben haben sich nun elf Antragsteller mit folgenden Programmnamen um Frequenzen beworben: «bigFM NRW», «domradio», «das neue hitradio», «radio ffnrw», «Klassik Radio», «Klassik Radio NRW», «Metropol FM», «NOWFM», «Energy Nordrhein-Westfalen», «Radio Teddy», «sunshine live» und «egoFM-NRW».

Die Frequenzkette wurde durch den Rückzug des britischen Soldatensenders BFBS aus dem UKW-Netz frei. Sie deckt nur einen kleineren Teil des bevölkerungsreichsten Bundeslandes ab. Die neue Welle kann aber mit weiteren freiwerdenden Frequenzen rechnen. Die Entscheidung, welcher Bewerber sein Radioprogramm über die zunächst elf Frequenzen ausstrahlen kann, werde die Medienkommission der LfM voraussichtlich nach der Sommerpause treffen.

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