Nordrhein-Westfalen setzt auf freiwillige Impfung gegen Masern

Düsseldorf (dpa/lnw) - Auch nach dem Masernausbruch in Berlin, bei dem ein Kleinkind gestorben ist, setzt Nordrhein-Westfalen weiter auf die freiwillige Impfung. Der Durchimpfungsgrad in NRW liege mit 97,7 Prozent bei der ersten Masernimpfung und 94,1 Prozent bei der zweiten über dem Bundesdurchschnitt, bestätigte das Gesundheitsministerium am Montag. Ministerin Barbara Steffens (Grüne) stellte in einer Mitteilung fest: «Eine Impfquote von 95 Prozent ist laut WHO ausreichend, die Masern auszurotten. An dieser Quote ist NRW nahe dran.» Um die Durchimpfungsrate weiter zu erhöhen, setze die Landesregierung weiter auf Freiwilligkeit und umfassende Aufklärung.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) will den Kampf gegen die Masern mit verstärkter Aufklärung gewinnen. Wenn das nicht gelinge, sei eine Impfpflicht kein Tabu.

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