Ohne Schnörkel: Ausstellung zeigt Bauhaus-Keramik

Düsseldorf (dpa/lnw) - Tassen, Kannen, Teller und Vasen: Wie sehr die Keramikwerkstatt an der Kunstschule Bauhaus mit ihrem sachlichen Stil in den Alltag hineinwirkte, zeigt das Hetjens-Museum in Düsseldorf. Das Haus stellt 130 am Bauhaus entstandene Ton-Arbeiten vor.

Präsentiert werden die von 14 Künstlern gefertigten, zerbrechlichen Exponate vom 17. Februar bis zum 12. Mai unter dem Titel «Wechselwirkungen». Manche der Becher und Teller sind zurückhaltend in Erdtönen glasiert, andere schreiend bunt. In diesem Jahr jährt sich die Gründung der Bauhauses zum 100. Mal. Bundesweit gibt es Veranstaltungen.

Die Bauhaus-Töpfer brachen radikal mit der Tradition von verziertem Geschirr und Goldrand: Ihre Arbeiten waren schnörkellos, funktional und wirken immer noch modern. «Man erkennt das Bauhaus in jedem Künstler wieder», sagte die Kuratorin der Ausstellung, Christina Kallieris, am Freitag. Die meisten Exponate kommen aus dem Bestand des Museums.

Die Keramikwerkstatt am Bauhaus bestand nur fünf Jahre. Dann wurde das aufwendige und anstrengende Handwerk aufgegeben. Aber die Entwürfe von Hedwig Bollhagen oder Theodor Bogler werden immer noch hergestellt: Sie sind Klassiker mit ihrem reduzierten, auf unkomplizierten Gebrauch ausgerichteten Design.

SOCIAL BOOKMARKS