Opel übernimmt Bochumer Warenzentrum ab 2016 wieder selbst

Bochum/Rüsselsheim (dpa/lnw) - Wenige Tage nach dem Ende der Autoproduktion in Bochum hat Opel überraschend angekündigt, sein zentrales Warenlager am Standort ab 2016 wieder selbst zu führen. Damit bleibt Opel mit demnächst 700 Beschäftigten doch unter der eigenen Marke im Ruhrgebiet präsent. Bisher wird das Ersatzteilzentrum vom Opel-Partnerunternehmen Neovia geführt. An den anderen Vereinbarungen für den Standort ändere das nichts, sagte ein Opel-Sprecher: Die Beschäftigung in Bochum ist vorerst bis 2020 gesichert.

Das Joint Venture mit der Neovia Logistics Supply Chain Services GmbH für die Warenverteilzentren in Bochum und Rüsselsheim werde zum 1. Februar 2016 nach zehn Jahren beendet, teilte die Opel Group am Mittwoch in Rüsselsheim mit.

«Ich freue mich sehr, dass die Beschäftigten des Teilelagers endlich zu Opel zurückkehren können», sagte Opel-Gesamtbetriebsratschef Wolfgang Schäfer-Klug. «Sie werden wie alle Opel-Mitarbeiter vom derzeit geregelten Kündigungsschutz profitieren.» Künftig werden rund 400 Beschäftigte in Rüsselsheim und die bald 700 in Bochum wieder nach dem Opel-Tarif bezahlt.

Der Autobauer begründete den Plan mit der Bedeutung der Ersatzteilversorgung und der Logistik für das Unternehmen. «Die deutschen Warenverteilzentren sind sehr wichtig und spielen in unseren Plänen eine ganz entscheidende Rolle», sagte Vertriebschef Peter Christian Küspert.

Das Joint Venture, an dem Opel mit 20 Prozent beteiligt ist, betreibt auch Warenverteilzentren für Opel in Rom und Budapest. Die Entscheidung, ob diese beiden auch künftig extern betrieben werden, werde im kommenden Jahr fallen.

Mitteilung

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