Opel verlässt Gesellschaft für Vermarktung des Werksgeländes
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Eine Fahne mit dem Opel-Logo weht im Wind. Foto: Michael Reichel/dpa/Archiv
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Bochum (dpa/lnw) - Gut sechs Jahre nach dem Ende der Autofertigung in Bochum verlässt Opel die für die Neuansiedlung von Unternehmen auf dem ehemaligen Werksgelände zuständige Gesellschaft. Das teilten der Autobauer und die Stadt am Montag mit. Opel habe alle Zusagen eingehalten, sagte Opel-Personalchef Ralph Wangemann laut Mitteilung. Opel bleibe aber mit seinem Warenverteilzentrum ein wichtiger Arbeitgeber in Bochum.

Die Ruhrgebietsstadt und der Autobauer hatte die Gesellschaft «Bochum Perspektive 2022» im Jahr 2014 gegründet, etwa zwei Jahre, bevor in dem Werk der letzten Wagen vom Band lief. Für rund 65 Prozent des 70 Hektar großen Werksgeländes seien inzwischen neue Firmen gefunden worden. Größter neuer Arbeitgeber auf dem ehemaligen Werksgelände ist bislang die Deutsche Post DHL mit einem großen Paketzentrum.

Wenn das Gelände komplett vermarktet ist, sollen dort mindestens doppelt so viele Menschen arbeiten wie zuletzt bei Opel. Das Autowerk hatte bei der Schließung rund 3400 Mitarbeiter. In der Hochphase der Autoproduktion arbeiteten bei Opel in Bochum bis zu 20 000 Menschen.

Für die Sanierung des Werksgeländes und die Suche nach neuen Unternehmen hatte Bochum Perspektive ursprünglich Gesamtausgaben von rund 125 Millionen Euro kalkuliert. Inzwischen gebe es aber Kostensteigerungen von 30 Prozent, die über die höheren Verkaufspreise für die Grundstücke und mehr Fördergelder ausgeglichen werden müssten, teilte die Gesellschaft mit. Bochum Perspektive werde im Februar beim Land NRW die nötigen Mittel beantragen, um die finanzielle Ausstattung der Gesellschaft auch künftig zu sichern.

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