Ordnungsamt-Mitarbeiter wehrt sich gegen 33 Kündigungen

Düsseldorf (dpa/lnw) - Ein unter Korruptionsverdacht stehender Mitarbeiter der Stadt Hilden hat sich vor Gericht gegen 33 Kündigungen seines Arbeitsvertrages gewehrt. Er habe sich wegen seiner Spielsucht nicht unter Kontrolle gehabt, argumentierte der Kläger nach Angaben einer Gerichtssprecherin am Dienstag. Wegen einer Dienstvereinbarung für Suchtkranke hätte ihm nicht sofort gekündigt werden dürfen.

Der Kläger war 23 Jahre lang im Ordnungsamt beschäftigt. Er soll Gebühren von Gastwirten, etwa für die Aufstellung von Spielautomaten, in die eigene Tasche gesteckt haben. Gegen ihn wird wegen Betruges, Untreue und Bestechlichkeit ermittelt. Der Schaden wird auf mehr als 100 000 Euro geschätzt. Wann das Urteil gefällt wird, war zunächst noch unklar.

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