Paderborner Weihbischof leitet Limburg-Kommission

Limburg/Paderborn (dpa/lnw) - Der Paderborner Weihbischof Manfred Grothe leitet die Kommission zur Prüfung der Finanzaffäre im Limburger Bistum. Das teilte die Deutsche Bischofskonferenz am Donnerstag mit und bestätigte damit einen Bericht der Wochenzeitung «Die Zeit». Das Gremium wurde von der Bischofskonferenz eingesetzt und soll die hohen Kosten von mindestens 31 Millionen Euro für den neuen Limburger Bischofssitz untersuchen. Der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst ist unter anderem wegen dieser Kosten unter Druck.

Zu den Mitgliedern der Kommission gehören laut Bischofskonferenz kircheninterne und externe Finanz- und Baufachleute: Michael Duus vom Ingenieurbüro WSP Deutschland (Düsseldorf), der Kölner Wirtschaftsprüfer Josef Gronemann, der Leiter der Finanzabteilung im Erzbistum Freiburg, Michael Himmelsbach, sowie Prälat Lorenz Wolf aus dem Erzbistum München und Freising. Die Kommission nahm am vergangenen Freitag ihre Arbeit auf. Bislang war die Besetzung nicht bekannt.

Vom Ergebnis der Prüfung hängt auch die weitere Zukunft des auch wegen seiner Amtsführung umstrittenen Bischofs Tebartz-van Elst ab. Der Papst hatte ihm am Mittwoch eine Auszeit verordnet. Bis Ergebnisse vorlägen, werde der Bischof eine Zeit außerhalb der Diözese verbringen, hatte der Vatikan mitgeteilt. Es ist noch offen, wann die Kommission ihre Arbeit beendet.

Erzbistum Paderborn über Manfred Grothe

Bistum Limburg

Vatikan-Mitteilung

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