Patientenschützer beklagen soziale Kälte im Umgang mit Trauer

Dortmund (dpa/lnw) - Eine immer kälter werdende Gesellschaft beklagt die Deutsche Stiftung Patientenschutz zu Beginn des Trauermonats November. «Das ist eine ganz besonders schwierige Zeit», erklärte Eugen Brysch, Vorstand der Stiftung, in Dortmund. Schon jetzt registrierten die Patientenschützer an ihrem Beratungstelefon eine steigende Anzahl von Anrufen. «Immer weniger Menschen trauen sich, öffentlich um geliebte Menschen zu trauern», erläuterte Brysch. Beistand sei aber nicht nur die Aufgabe von Profis. Die Toten- und Gedenktage im November böten die Chance, auf Trauernde zuzugehen. «Das haben wir in Deutschland fast verlernt», schilderte Brysch.

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