Patientenschutz-Stiftung fordert staatliche Organverteilung
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In einer Klinik wird eine Operation durchgeführt. Foto: Jan-Peter Kasper/Archiv
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Essen (dpa/lnw) - Vor dem Hintergrund angeblicher Regelverstöße bei Lebertransplantationen am Uniklinikum Essen hat die Deutsche Stiftung Patientenschutz ein neues Organspendesystem gefordert. Die Verantwortung für die Organverteilung müsse in staatliche Hände übergehen, sagte Vorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur am Montag. Bislang läuft die Verteilung der Spenderorgane über die Stiftung Eurotransplant. Vergangenen Freitag war bekannt geworden, dass eine Untersuchungskommission dem Uniklinikum Essen im Zeitraum 2012 bis 2015 zahlreiche Richtlinien-Verstöße bei Lebertransplantationen vorwirft. Die Uniklinik hatte die Vorwürfe zurückgewiesen und der Kommission ihre Legitimation abgesprochen.

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