Pflastersteine auf fahrende Autos: Prozess wegen versuchten Mordes

Bonn (dpa/lnw) - Weil sie Pflastersteine gegen fahrende Autos geworfen haben sollen, müssen sich drei Männer wegen versuchten Mordes vor dem Landgericht Bonn verantworten. Die 32 bis 36 Jahre alten Angeklagten hätten die Steine im August 2012 zwischen Euskirchen und Bonn aus ihrem fahrenden Wagen geschleudert, hieß es in der Anklage. Dabei seien 22 parkende und zwei fahrende Wagen getroffen worden. Die Fahrer der entgegenkommenden Autos konnten trotz zersplitterter Windschutzscheiben einen Unfall vermeiden. Sie erlitten schwere Schocks. Alle drei Angeklagten schwiegen beim Prozessauftakt am Dienstag zu den Vorwürfen.

Die drei Männer waren ursprünglich nur wegen Sachbeschädigung und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr vor dem Amtsgericht Euskirchen angeklagt gewesen. Das Schöffengericht sah den Fall aber als so schwerwiegend an, dass es ihn an das Landgericht verwies. «Eine tödliche Verletzung war nicht nur möglich, sondern sogar außerordentlich naheliegend gewesen», hieß es im Beschluss des Amtsgerichts.

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