Pilzvergiftung in Münster: Sammelsaison beginnt früher
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Gesammelte Pilze liegen in einem Korb. Foto: Roland Holschneider/Archiv
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Münster (dpa/lnw) - Nach einem verfrühten Start in die Pilzsaison hat die Uniklinik Münster bereits den ersten Vergiftungspatienten behandeln müssen. Der 40-jährige Mann habe offenbar Champignons mit hochgiftigen Knollenblätterpilzen verwechselt, sagte eine Sprecherin der Klinik am Freitag. Als ihm übel wurde und er Bauchschmerzen bekam, rief er noch selbst den Rettungsdienst.

Die Ärzte tippten schnell auf eine Pilzvergiftung. Der Verdacht bestätigte sich, als bei dem Patienten ein Leber- und Nierenversagen diagnostiziert wurde. Inzwischen hat sich der 40-Jährige erholt und darf die Klinik am Wochenende verlassen. Der «WDR» hat bereits über den Fall berichtet. Vor zwei Jahren waren zwei Patienten in Münster nach dem Verzehr des Knollenblätterpilzes gestorben.

Eigentlich beginnt die Pilzsaison erst im September oder Oktober. Doch wie der Landesbetrieb Wald und Holz mitteilt, sind wegen des feuchtwarmen Wetters einige Pilze rund vier Wochen früher zu finden. Der Landesbetrieb warnt Pilzsammler davor, sich nur auf Abbildungen zu verlassen. Viele Speisepilze hätten hochgiftige «Doppelgänger», deren Gifte zeitverzögert und tödlich wirken. Pilze sammeln sollten daher nur fachkundig geschulte Waldbesucher.

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