Pinkwart: Thyssenkrupp wird Thema beim Stahlgipfel
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Andreas Pinkwart (FDP) beantwortet die Fragen von Journalisten. Foto: Federico Gambarini/Archiv
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Düsseldorf (dpa/lnw) - Die umstrittene Fusion der Stahlriesen Thyssenkrupp und Tata wird auch den für den 18. Dezember geplanten Stahlgipfel der nordrhein-westfälischen Landesregierung beschäftigen. Der Düsseldorfer Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) sagte am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur, die geplante Stahlehe sei der Auslöser für den Stahlgipfel gewesen und werde bei allen Debatten eine Rolle spielen.

Der FDP-Politiker betonte, Ziel des Gipfels sei es, nach Wegen zu suchen, wie Stahl zukunftsfähig gemacht werden könne. Dabei gehe es um Themen wie den Kampf gegen Preisdumping, um die Frage wie Forschung und Entwicklung die Wettbewerbsfähigkeit des Standsortes NRW sichern können und um die künftigen Anforderungen des Klimaschutzes an die Stahlindustrie. Bei all diesen Themen werde die Fusion von Thyssenkrupp und Tata «eine Bedeutung haben». Doch solle sich der Gipfel nicht auf diesen Aspekt beschränken, sondern die Zukunft der Stahlbranche insgesamt im Blick haben.

Erst am Wochenende hatte die IG Metall bemängelt, dass die umstrittene Stahlfusion nicht auf der Tagesordnung des Treffens stehe. «Man wird einen Stahlgipfel nicht abhalten können, ohne das Thema Thyssenkrupp anzusprechen. Thyssenkrupp ist der Anker der Stahlindustrie in NRW», sagte Chef der nordrhein-westfälischen IG Metall, Knut Giesler, der dpa.

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