Platt-Freunde suchen das schönste Plattdeutsch-Wort 2021
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Doris Meinke von der Zentralstelle für Niederdeutsch unterrichtet Plattdeutsch in einer dritten Klasse. Foto: Patrick Pleul/dpa/Archivbild
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Stavenhagen/Schwerin (dpa) - Ungeachtet der Corona-Beschränkungen suchen Plattdeutsch-Freunde im Nordosten Deutschlands wieder das «schönste plattdeutsche Wort». Vorschläge in drei Kategorien für den Wettbewerb 2021 sollten bis 3. Mai beim Stavenhagener Fritz-Reuter-Literaturmuseum (Mecklenburgische Seenplatte) oder beim Heimatverband des Landes eingehen, teilten beide Institutionen am Mittwoch mit. Neben dem «schönsten plattdütschen Wurt» werden der «beste Utdruck» (beste Ausdruck) und die «leiwste Redensort» (liebste Redensart) gekürt. Der beste Ausdruck muss eine Neuschöpfung sein.

Eine Jury bilden Vertreter des MV-Heimatverbandes und des Museums. Die Sieger sollen am 30. Mai im Rostocker Botanischen Garten verkündet werden, wo die Plattdeutsche Woche beginnt, die bis 6. Juni gehen soll. Der Wettbewerb stößt seit Jahren auf reges Interesse bei Freunden des Niederdeutschen. Im Vorjahr waren 200 Vorschläge aus zwölf Bundesländern eingegangen.

Damals hatte als Neuschöpfung das «Snutdauk» (etwa: Schnutentuch) für «Mundschutz oder Mund-Nasen-Bedeckung» gewonnen. Zum «Plattdeutschen Wort» war «Ballerdutje» für einen «schmatzenden Kuss» gewählt worden. «Schönste Redewendung» wurde «Ut ein' Schwientroch ward kein Violin» (Aus einem Schweinetrog wird doch keine Geige). Andere Sieger waren «utklamüsern» (herausfinden oder forschen), «Ankiekbook» für Facebook, «Ackerschnacker» (Handy), «Bankenmalür» (Finanzkrise) oder das «Lämmerhüppen» (Diskothek).

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