Politologe: Bundespräsidentenwahl ohne Alternative ist kein Makel

Düsseldorf (dpa/lnw) - Eine Bundespräsidentenwahl ohne Alternative ist nach Ansicht des Düsseldorfer Politologen Prof. Ulrich von Alemann in einer Ausnahmesituation kein Demokratie-Makel. Nach zwei kurzfristigen Rücktritten vom höchsten Staatsamt sei ein Konsens-Kandidat durchaus akzeptabel, sagte von Alemann in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa in Düsseldorf. Dies dürfe nicht als «Parteienklüngel» missverstanden werden. Trotz des massiven Ansehensverlustes habe das Amt des Bundespräsidenten eine wichtige Rolle in der Demokratie, unterstrich der Politik-Professor. Vor allem in Krisensituationen könne der Bundespräsident gegensteuern.

SOCIAL BOOKMARKS