Polizei-Einsatz nach Attacke von Tagebau-Gegnern auf RWE-Arbeiter

Düren (dpa/lnw) - Im Hambacher Forst ist die Polizei erneut gegen Gegner des dort fortschreitenden Braunkohletagebaus vorgegangen. Die Beamten griffen ein, nachdem Demonstranten mit Mitarbeitern des Betreibers RWE aneinandergeraten waren. 10 bis 15 Aktivisten - teils vermummt - hätten die RWE-Mitarbeiter am Dienstag «attackiert», teilte die Polizei mit. Die Arbeiter sollten Barrikaden entfernen, die die Besetzer zuvor im Wald errichtet hatten. Die Verdächtigen seien unter anderem vor einen Traktor gesprungen und hätten den Fahrer aufgefordert, zu stoppen.

Die Polizei nahm drei der Aktivisten im Alter von 22, 28 und 38 Jahren fest. «Sie stehen im Verdacht der Bedrohung, der Nötigung und des Landfriedensbruchs», hieß es von den Ermittlern. Andere Verdächtige flohen in den Wald. Die Polizei umstellte und durchkämmte das Gebiet. Erst am Abend war der Einsatz beendet. Die Tagebaugegner protestieren seit Monaten gegen den Tagebau Hambach in der Nähe von Köln. Zuletzt war im März ein Protestcamp geräumt worden.

Polizei-Mitteilung

Waldbesetzer

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