Polizeieinsätze nach Amok-Drohungen in Rechnung gestellt
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Eine Statue der Justizia. Foto: Peter Steffen/dpa/Archivbild
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Aachen (dpa) - Der Kreis Heinsberg hat einem jungen Mann 40 000 Euro Gebühren für Polizeieinsätze nach der Androhung von Amokläufen an Schulen in Rechnung gestellt. Der heute 24-Jährige will aber nicht zahlen, weil die Droh-Mails angeblich nicht von ihm stammten. Über seine Klage verhandelt heute das Verwaltungsgericht Aachen.

Der Kreis Heinsberg geht nach Angaben des Gerichts davon aus, dass der Kläger 2013 mehrere Amokläufe an Schulen in Heinsberg und Hückelhoven angekündigt hatte. Die Drohungen hatten größere Polizeieinsätze ausgelöst. Der Kläger bestreitet nach Gerichtsangaben, dass die Droh-Mails von ihm stammten. Sein Geständnis im vorherigen Strafverfahren sei falsch gewesen.

Der Kläger war den Angaben nach 2014 vom Amtsgericht Heinsberg unter anderem wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten in sieben Fällen zu einer Jugendstrafe von drei Jahren und drei Monaten verurteilt worden. Das Landgericht Aachen hatte die Strafe im Berufungsverfahren auf zwei Jahre reduziert.

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