Polizist schießt in Krankenhaus: «Genau richtig gehandelt»
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Ein Polizeiwagen mit eingeschaltetem Blaulicht. Foto: Carsten Rehder/dpa/Symbolbild
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Duisburg (dpa/lnw) - Nach dem Schuss eines Polizisten auf einen 42 Jahre alten Angreifer in einem Duisburger Krankenhaus hat die Staatsanwaltschaft dem Beamten korrektes Verhalten bescheinigt. «Der Beamte hat genau richtig gehandelt», sagte der Duisburger Staatsanwalt Alexander Bayer am Dienstag. Dies habe eine Überprüfung des Schusswaffengebrauchs durch die Polizei Düsseldorf ergeben. Zuvor hatte die «WAZ» berichtet.

Der 42-Jährige soll am Montag vergangener Woche in dem Krankenhaus mit zwei abgebrochenen Glasflaschen auf zwei Polizeibeamte losgegangen sein, die ihn bewachten. Der eine Polizist habe mehrfach einen Schusswaffengebrauch angedroht und dann gezielt einen nicht tödlichen Schuss abgegeben, berichtete Bayer weiter. Der Staatsanwalt sprach von Notwehr. Der Getroffene sei anschließend in das Justizvollzugskrankenhaus Fröndenberg gebracht worden. Es habe keine Lebensgefahr bestanden.

Wenige Stunden zuvor soll der 42-Jährige in einer Duisburger Fußgängerzone mit abgebrochenen Glasflaschen auf einen 47-Jährigen eingestochen und ihn am Kopf verletzt haben. Zwei Zeugen überwältigten den mutmaßlichen Täter und riefen die Polizei. Neben dem Opfer kam auch der 42-Jährige verletzt ins Krankenhaus, wo er dann bewacht wurde.

Wegen des Angriffs am Nachmittag auf den 47-Jährigen ermittelt die Duisburger Polizei. Sie richtete eine Mordkommission ein. Gegen den 42-Jährigen erging Haftbefehl. Es sei nach wie vor unklar, was der Auslöser des Vorfalls war, sagte Bayer. Die Ermittlungen wegen versuchten Mordes dauerten an. Hinzu kämen jetzt Ermittlungen wegen des Angriffs auf die beiden Polizisten.

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