«Porno-Pranger» bröckelt: Gericht stärkt Rechte von Privatpersonen

Essen (dpa/lnw) - Der so genannte «Porno-Pranger» bröckelt. Eine Anwaltskanzlei aus Regensburg, die Konsumenten von illegalen Downloads abmahnt, darf den Namen einer Frau aus dem Ruhrgebiet nicht auf einer Gegnerliste im Internet veröffentlichen. Das hat das Essener Landgericht am Mittwoch entschieden (AZ.: 4 O 263/12). Nach Ansicht der 4. Zivilkammer würde die Frau dadurch in ihrem Persönlichkeitsrecht verletzt. Da die Kanzlei auch Mandanten aus dem Rotlichtmilieu habe, müsse die Klägerin Sorge haben, dass ihr Name in Zusammenhang mit illegalen Downloads von pornographischen Inhalten gebracht werde, hieß es im Urteil.

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