Posse bald vorbei: Bahnübergang seit Jahren im Handbetrieb

Münster (dpa/lnw) - Die Posse um einen Bahnübergang im Münsterland hat bald ein Ende. Seit zweieinhalb Jahren müssen die Schranken in Münster-Handorf mit der Hand betrieben werden und laufen nicht mehr automatisch. Die ursprüngliche Schrankenanlage war 2011 kaputt gegangen, heute stehen Posten am Übergang, um die mobile Halbschrankenanlage von Hand zu bedienen. Jetzt ist ein Ende des Behörden-Marathons in Sicht. Am Freitag teilte das Eisenbahn-Bundesamt mit, dass der Plan der Bahn für einen Neubau der Anlage genehmigt wurde. Der soll jetzt bis Sommer 2014 umgesetzt werden - drei Jahre nach dem Schaden.

Kern des Problems: Eine Verkehrsampel, betrieben vom Landesbetrieb Straßen.NRW, steht direkt vor den Gleisen, um den Verkehr mit einer parallel verlaufenden Bundesstraße zu regeln. Ihre Signale müssen mit dem Rot des Bahnübergangs abgestimmt werden. Für die Technik des Bahnübergangs ist die Bahn verantwortlich. Für die Abstimmung beider Anlagen musste Straßen.NRW ein neues Steuerteil einbauen. Das harmonierte aber nicht mit der alten Bahnanlage. Die Pläne für den Neubau legte die Bahn, so ein Sprecher, Ende Januar beim Eisenbahn-Bundesamt vor. Nach Auskunft von Klaus Brandenburg von Sraßen.NRW habe seine Behörde die Bahn bereits vor fünf Jahren auf die anstehenden Probleme aufmerksam gemacht.

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