Präses: «Gott liebt auch Steuersünder»

Düsseldorf (dpa/lnw) - Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, hat nach dem Urteil gegen Uli Hoeneß vor Häme und Schadenfreude gewarnt. «Eines Menschen Straftaten zu ahnden, darf nicht dazu führen, den Menschen selbst zu verdammen - Uli Hoeneß genauso wenig wie jeden anderen Straftäter», schrieb Rekowski am Donnerstag in seinem Blog. «Ein Mensch, der Fehler macht, wird bei Gott nicht zum Unmenschen.» Gott ahnde die Taten, «aber er verdammt nicht den Täter.» Der Präsident des FC Bayern München war wegen seiner millionenschweren Steuerhinterziehung zu einer Haftstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt worden. Seinen Beitrag hat der Präses der zweitgrößten deutschen Landeskirche «Gott liebt auch Steuersünder» überschrieben.

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