Probleme im Nahen Osten sorgen für rote Zahlen bei Hochtief
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Bauhelme von Hochtief liegen auf einer Baustelle. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild
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Essen/Düsseldorf (dpa) - Der Essener Baukonzern Hochtief ist 2019 wegen einer milliardenschweren Abschreibung bei der australischen Tochter Cimic tief in die roten Zahlen gerutscht. Der Nettoverlust habe im vergangenen Jahr mehr als 206 Millionen Euro betragen, berichtete Hochtief am Dienstag bei Vorlage der endgültigen Jahresbilanz 2019 in Düsseldorf. 2018 hatte der MDax-Konzern noch einen Gewinn von 543 Millionen Euro ausgewiesen.

Cimic will sich wegen erheblich verschlechterter Marktbedingungen aus dem Geschäft im Nahen Osten zurückziehen. In diesem Zusammenhang nahm das Unternehmen massive Abschreibungen auf den Wert der dortigen Beteiligung vor.

Für das laufende Jahr zeigte sich Unternehmenschef Marcelino Fernandez Verdes jedoch zuversichtlich. Für 2020 peilt er einen um Sondereffekte bereinigten Konzerngewinn von 690 bis 730 Millionen Euro an. Zuversichtlich machen Fernandez Verdes die prall gefüllten Auftragsbücher und gute Aussichten auf noch mehr. Hochtief habe für 2020 und darüber hinaus in Nordamerika, in der Region Asien-Pazifik und Europa Zielobjekte im Wert von rund 600 Milliarden Euro identifiziert, hieß es in einem Brief an die Aktionäre. Zum Gewinnzuwachs soll aber auch der spanische Autobahnbetreiber Abertis beitragen.

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