Prozess: 46-Jähriger soll Nachbarn und Frau getötet haben

Paderborn (dpa/lnw) - Für tödliche Schüsse auf einen Nachbarn und die eigene Ehefrau muss sich ab Mittwoch (9.00 Uhr) ein 46-Jähriger vor dem Landgericht Paderborn verantworten. Die Anklage wirft ihm zweifachen Mord vor. Der Familienvater soll am 12. Mai mehrere Stunden nach einem Streit mit dem Nachbarn zu einem Revolver gegriffen haben. Dann soll er den 76-Jährigen aus dem Bett geklingelt und ihn mit einem gezielten Schuss in den Kopf getötet haben.

Auslöser war laut Anklage eine seit längerem schwelende Auseinandersetzung zwischen den beiden Nachbarn. Dabei soll es um die Grundstücksgrenze und bauliche Veränderungen am Haus des Angeklagten gegangen sein. Von der Tat aufgeschreckt soll die Frau (35) des Schützen in der Wohnung der Familie geschrien haben. Mit einem Warnschuss wollte er seine Frau zum Schweigen bringen. Dies blieb jedoch ohne Wirkung. Daraufhin soll der 46-Jährige die Mutter von drei Kindern ebenfalls erschossen haben.

Zwei Stunden später alarmierte der Todesschütze selbst die Rettungsleitstelle und ließ sich anschließend von der Polizei festnehmen. In den bisherigen Vernehmungen habe der 46-Jährige die Tat gestanden. Er habe angegeben, betrunken gewesen zu sein. Seine Frau habe er aus Versehen getötet. Die Kinder (3, 5 und 8 Jahre) kamen in die Obhut des Jugendamtes. Für den Prozess hat das Gericht drei Tage angesetzt.

SOCIAL BOOKMARKS