Prozess gegen mutmaßliche Gruppenvergewaltiger begonnen
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Blick auf das Landgericht Kleve. Foto: Roland Weihrauch/Archiv
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Neuss (dpa) - Sie sollen Frauen wehrlos gemacht und sie dann gemeinsam vergewaltigt und sexuell missbraucht haben - vor dem Landgericht Kleve hat am Freitag der Prozess gegen fünf junge Männer begonnen. Laut Anklage sollen die 24 bis 29 Jahre alten Angeklagten den Frauen möglicherweise K.-o.-Tropfen ins Glas geschüttet haben, eine Droge, die Betroffene bewusstlos oder handlungsunfähig macht. Dann sollen sie zwei Frauen in der Wohnung eines Angeklagten in Krefeld vergewaltigt und davon Videos mit ihren Handys gemacht haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass das Martyrium in einem Fall bis zu fünf Stunden dauerte.

Beschuldigt sind die drei Deutschen und zwei Türken der gemeinschaftlichen Vergewaltigung, der gefährlichen Körperverletzung und der Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs. Bei einer Gruppenvergewaltigung waren der Anklage zufolge vier der Beschuldigten mit dabei, in dem anderen Fall drei.

Zwei Beschuldigten wird daneben die versuchte gemeinschaftliche Vergewaltigung einer weiteren jungen Frau vorgeworfen. Alle Taten sollen sich im Februar und März ereignet haben.

Der Prozess der auswärtigen Strafkammer begann aus Platzgründen im Amtsgericht Neuss. Die beiden Opfer sind Nebenkläger in dem Verfahren.

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