Prozess nach Angriff mit Samuraischwert auf Polizisten
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Eine Statue der Justitia mit einer Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/Archiv
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Detmold (dpa/lnw) - Nach einem Angriff mit einem Samuraischwert auf Polizeibeamte muss ein 32-jähriger Mann in die Psychiatrie. Das Landgericht Detmold sah es am Donnerstag als erwiesen an, dass der Deutsche wegen einer psychiatrischen Erkrankung schuldunfähig ist. Die Anklage hatte ihm unter anderem Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte vorgeworfen. Der Angeklagte hatte 2018 mehrmals Menschen in Bad Salzuflen mit dem Schwert mit der Klingenlänge von 57 Zentimetern bedroht. Als die Polizei im September 2018 in einem Fall zur Hilfe kam, holte er zu einem Schlag gegen die Beamten aus und verletzte diese. Die Polizisten wehrten sich mit einem Schlagstock. Sie erlitten Prellungen, Schwellungen, Hautabschürfungen und Kratzer.

Der 32-Jährige räumte die Vorwürfe in der Verhandlung weitestgehend ein, bagatellisierte die Angriffe allerdings und widersprach damit den Schilderungen der Polizisten, die als Zeugen aussagten. Ein Gutachter hatte eine schizophrene Psychose festgestellt.

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