Prozess um Bombenbau: Mitangeklagte Ehefrau bleibt in U-Haft
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Ein Modell der Justitia steht auf einem Tisch. Foto: Volker Hartmann/dpa/Archivbild
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Karlsruhe (dpa) - Die Ehefrau des mutmaßlichen Rizin-Bombenbauers von Köln bleibt wie ihr Mann in Untersuchungshaft. Der Bundesgerichtshof (BGH) verwarf eine Beschwerde der Verteidigung. Der Beschluss wurde am Montag in Karlsruhe veröffentlicht. Gleichzeitig ändern die Richter den Haftbefehl nun dahin ab, dass beide gemeinsam einen islamistischen Anschlag planten und dafür «arbeitsteilig» an der Bombe bauten.

Das hatten die Ermittler erst nach und nach herausgefunden. Bei der Festnahme der 44-Jährigen im Juli 2018 dachten sie noch, dass die Frau ihrem Mann nur geholfen hatte (Az. StB 29/19).

Dem 31-jährigen Tunesier und seiner deutschen Frau wird seit Juni 2019 am Oberlandesgericht Düsseldorf der Prozess gemacht. Das Paar hatte laut Anklage begonnen, hochgiftiges Rizin aus Tausenden Rizinus-Samen zu gewinnen, um eine Biowaffe zu bauen. Der Sprengsatz sollte demnach in einer Menschenmenge gezündet werden. Der BGH nimmt an, dass bei der siebenfachen Mutter Fluchtgefahr besteht. Das Verfahren sei sehr komplex und werde unter diesen Umständen schnell genug geführt.

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