Prozess um Bundeswehr-Arzt ohne Zulassung eingestellt
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Eine Statue der Justitia mit einer Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Symbolbild
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Düsseldorf (dpa/lnw) - Der Prozess gegen einen Arzt, der ohne Zulassung bei der Bundeswehr knapp 400 Patienten behandelt haben soll, ist eingestellt worden. Das teilte eine Gerichtssprecherin am Donnerstag auf Anfrage mit.

Die Zulassung war dem Mediziner 2016 trotz bestandener Prüfungen wegen eines anderen Strafverfahrens verweigert worden und war trotz eines Freispruchs nicht erteilt worden. Ein halbes Jahr lang soll der Mediziner ohne Approbation dennoch 397 Bundeswehrangehörige behandelt haben.

Nachdem der Prozess mehrmals unterbrochen werden musste und ein Richter an Covid-19 erkrankt war, habe man sich auf die Einstellung des Verfahrens gegen Zahlung einer Geldauflage von 1200 Euro geeinigt.

Der Mediziner hatte zuvor einen Strafbefehl über 40.000 Euro nicht akzeptiert. Er hatte im vergangenen Jahr seine Unschuld beteuert und erklärt, er habe bei der Bundeswehr immer unter Aufsicht und auf Befehl behandelt. Alle Vorgesetzten hätten gewusst, dass er keine Approbation habe.

© dpa-infocom, dpa:210318-99-875338/2

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