Prozess um Grünen-Büro-Besetzung beginnt mit Verzögerung
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Landgericht und Amtsgericht Düsseldorf. Foto: Jan-Philipp Strobel/Archiv
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Düsseldorf (dpa/lnw) - Mit Verzögerung hat am Dienstag der Prozess gegen vier mutmaßliche Besetzer der Grünen-Landesgeschäftsstelle in Düsseldorf begonnen. Die Angeklagten, drei Frauen und ein Mann, müssen sich vor dem Amtsgericht wegen Hausfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung und Widerstands gegen Polizeibeamte verantworten. Anfangs waren auch etwa 50 Aktivisten im Gerichtssaal. Wegen fehlender Sitzplätze saßen sie teils auf dem Boden oder standen. Noch ehe die Anklage verlesen wurde, musste der Prozess mehrfach unterbrochen werden. Die Verteidiger monierten etwa, dass der Saal nicht groß genug sei. Der Richter begrenzte dann die Zahl der Anwesenden auf die Zahl der Stühle im Saal.

Die Besetzung der Grünen-Geschäftsstelle im Sommer 2012 hatte mehrere Stunden gedauert und war von der Polizei spät abends beendet worden. Die Besetzer sollen mit Hilfe eines als Postboten verkleideten Aktivisten in die Räume gelangt sein. Sie wandten sich gegen Abschiebungen und verlangten ein Bleiberecht für Flüchtlinge.

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