Prozess um Maschinenpistole auf Kinderspielplatz geplatzt

Düsseldorf (dpa/lnw) - Der Prozess um den Fund einer scharfen Maschinenpistole auf einem Spielplatz in Düsseldorf ist geplatzt und muss neu aufgerollt werden. Der Hauptbelastungszeuge sitze bei Paris in Haft, sagte ein Gerichtssprecher am Montag auf Anfrage. Der Zeuge hatte bereits beim Prozessauftakt gefehlt.

Das Gericht müsse nun entscheiden, wie es weitergeht. Denkbar sei etwa eine Videovernehmung. Außerdem habe sich ein Satudarah-Rocker aus einem deutschen Gefängnis gemeldet: Er habe Informationen über die Waffe und die Angeklagten, berichtete ein Anwalt. Die Polizei soll dies nun überprüfen.

Spielende Kinder hatten die Kriegswaffe in einem Gebüsch auf dem Spielplatzgelände entdeckt. Drei Männer wurden wegen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz angeklagt. Einer der Angeklagten soll bis 2012 einer Rockergruppe angehört haben. Bei der Waffe handelt es sich um eine Ceska vom Typ «Scorpion» im funktionstüchtigen Zustand mit Schalldämpfer und 53 Patronen.

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