Prozess um PFT-Umweltskandal gegen Geldauflagen eingestellt

Paderborn (dpa/lnw) - Das Landgericht Paderborn hat den Prozess um einen der größten Umweltskandale in Nordrhein-Westfalen gegen Geldauflagen eingestellt. Nach 15 Monaten zäher Verhandlungstage stimmten Staatsanwaltschaft und Angeklagte dem Vorschlag des Gerichts am Donnerstag zu. Demnach müssen die fünf Angeklagten insgesamt 440 000 Euro zahlen. Die Gerichtskosten trägt die Landeskasse. Laut Anklage sollen die Beschuldigten mit PFT verseuchten Klärschlamm aus Belgien und den Niederlanden nach Deutschland gebracht und als Dünger verkauft haben. Von den Feldern gelangte die Chemikalie ins Grundwasser. Perfluorierte Tenside stehen im Verdacht, Krebs zu erregen.

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