Prozess um Pausenbrote: Toxikologe stellt Gutachten vor
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Der Angeklagte kommt, mit seiner Verteidigerin (r), mit einer Mappe vor dem Gesicht in den Gerichtssaal. Foto: Friso Gentsch/Archiv
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Bielefeld (dpa) - Im Prozess um vergiftete Pausenbrote in einem Betrieb in Ostwestfalen stellt heute der Toxikologe und Rechtsmediziner Thomas Daldrup sein Gutachten vor. Der Experte soll vor dem Landgericht Bielefeld erklären, wie die beim Angeklagten Klaus O. gefundenen Giftstoffe auf den menschlichen Körper wirken. Angeklagt ist der 57-Jährige wegen versuchten Mordes.

Der Deutsche soll mehrere seiner Arbeitskollegen über Jahre in einem Betrieb in Schloß Holte-Stukenbrock mit gefährlichen Substanzen auf deren Pausenbroten vergiftet haben. Zwei von ihnen haben seit Jahren Nierenschäden. Ein drittes Opfer liegt mit einem schweren Hirnschaden im Wachkoma und wird von seinen Eltern gepflegt. Bislang hat sich Klaus O. nicht zu den Vorwürfen geäußert. Sein Motiv ist daher bislang rätselhaft. Die Anklage vermutet, dass er den langsamen körperlichen Verfall der Kollegen beobachten wollte. Ein Urteil könnte Ende Februar fallen.

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