Prozess um niedergebranntes Vereinsheim von Heinos Ex-Club
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Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Archivbild
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Düsseldorf (dpa/lnw) - Ende Oktober 2018 brannte in Düsseldorf das Vereinsheim von Heinos früherem Fußballclub Schwarz-Weiß 06 ab. An diesem Dienstag (10.00) beginnt vor dem Landgericht der Prozess gegen den mutmaßlichen Brandstifter und seine 24-jährige Ex-Frau. Die beiden Drogenabhängigen haben bereits gestanden. Der 26-Jährige polizeibekannte Intensivtäter hatte zugegeben, das Clubhaus angezündet zu haben, um Spuren des vorangegangenen Einbruchs des Duos zu verwischen.

Das Duo stand zur Tatzeit womöglich unter Drogeneinfluss und könnte deswegen vermindert schuldfähig gewesen sein. Am Tag nach dem Feuer war die angeklagte Frau nach einer Unfallflucht festgenommen worden. In ihrem Auto wurde ein Tablet gefunden, auf dem ihr Ex-Mann prahlt, den Brand gelegt zu haben.

Die Täter erbeuten damals einen Laptop, 100 Euro Bargeld und einige Flaschen Schnaps. Der Sachschaden am Gebäude wurde zunächst auf 600 000 Euro beziffert, später auf 1,2 Millionen. Das Vereinsheim wurde damals komplett zerstört und konnte bis heute nicht ersetzt werden. Das Vereinsleben findet in einem Provisorium aus Containern statt.

Heino hatte als Jugendlicher den rechten Verteidiger für Schwarz-Weiß gegeben. Er hatte seinem alten Verein mit einer Benefizaktion geholfen. Für den Prozess sind vier Verhandlungstage angesetzt.

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