Prozess um spektakuläre Teldafax-Pleite gestartet

Bonn (dpa/lnw) - Vor dem Landgericht Bonn hat der Prozess um eine der spektakulärsten Firmenpleiten der vergangenen Jahre begonnen. Verantworten müssen sich drei frühere Manager des insolventen Stromdiscounters Teldafax.

Der Stromanbieter, der mit Vorauszahlungen von Kunden und Niedrigstpreisen auf dem Energiemarkt ein riskantes Geschäftsmodell praktizierte, hatte Mitte 2011 Insolvenz angemeldet. Nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft war das Unternehmen aber schon zwei Jahre zuvor überschuldet und zahlungsunfähig.

Die Staatsanwaltschaft wirft den Ex-Vorständen Klaus Bath, Gernot Koch und Michael Josten Insolvenzverschleppung, gewerbsmäßigen Betrug und Bankrotthandlungen vor. Bei einer Verurteilung droht den Beschuldigten eine Freiheitsstrafe von mehr als fünf Jahren. Das Gericht hat bis Mai zunächst 16 Verhandlungstage angesetzt.

Mit rund 700 000 geschädigten Kunden war die Teldafax-Pleite einer der aufsehenerregendsten Firmenzusammenbrüche in der deutschen Wirtschaftsgeschichte.

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