Prozess um verhungertes Kind: Freispruch gefordert
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Der Eingangsbereich des Landgerichts Arnsberg. Foto: Bernd Thissen/dpa
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Arnsberg (dpa/lnw) - Nach dem Hungertod eines Kleinkinds im Sauerland hat die Verteidigung einer angeklagten Jugendamtsmitarbeiterin einen Freispruch gefordert. Das sagte eine Sprecherin des Landgerichts Arnsberg am Dienstag. Ein Urteil in dem Berufungsverfahren wurde noch für den Nachmittag erwartet. In erster Instanz war die heute 31-Jährige wegen fahrlässiger Tötung zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten zur Bewährung verurteilt worden.

Aus Sicht des Amtsgerichts Medebach hätte die Mitarbeiterin des zuständigen Jugendamts «aufgrund ihrer dienstlichen Stellung» den Tod des Jungen und auch die Mangelernährung seiner neun Monate alten Schwester «verhindern müssen und verhindern können». Die Angeklagte und die Staatsanwaltschaft hatten gegen das Urteil von 2017 Berufung eingelegt.

Die Mutter des verhungerten Jungen war zu drei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden.

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