Prozess wegen Erkrankung einer Richterin geplatzt
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Eine Statue der Justita hält eine Waage in der Hand. Foto: Stefan Puchner/dpa/Archivbild
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Dortmund (dpa/lnw) - Mehr als 26 Jahre nach dem Mord an einer Schülerin in Dortmund muss der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter noch einmal von vorne beginnen. Das Dortmunder Landgericht teilte am Montag mit, dass das Verfahren gegen den 54-jährigen Deutschen ausgesetzt werden muss, weil eine Richterin langfristig erkrankt ist. Das Schwurgericht hatte schon seit rund 15 Monaten verhandelt. Der neue Prozess in anderer Besetzung solle «zeitnah» beginnen, so das Gericht. Einen Termin gebe es aber noch nicht.

Der Angeklagte war im Sommer 2018 nach einem DNA-Treffer festgenommen worden. Er ist bereits vorbestraft und hat schon viele Jahre in Haft gesessen. Seit Beginn des Prozesses bestreitet er jedoch vehement, etwas mit dem Mord an der damals 16 Jahre alten Schülerin zu tun zu haben. Das Mädchen war im Oktober 1993 abends auf dem Heimweg überfallen und erwürgt worden. Viele am Tatort gesicherte Spuren konnten erst später auf mögliche Fremd-DNA untersucht werden.

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