Prozessstart: 22-Jährige erstickte ihr Baby

Bonn (dpa/lnw) - Weil sie ihr Baby nach der Geburt erstickt haben soll, muss sich eine junge Frau seit Dienstag wegen Totschlags vor dem Landgericht Bonn verantworten. Zu Prozessbeginn gestand die 22-Jährige aus Hennef, ihr Kind im November 2012 alleine zu Hause geboren, die Nabelschnur mit einer Schere durchtrennt und das Baby mit einem Kissen getötet zu haben. Dann habe sie es in Handtücher gewickelt und in einer Mülltüte im Zimmer stehen lassen.

Die Schwangerschaft habe sie geheimgehalten und verdrängt, nachdem der mutmaßliche Vater des Kindes bestritten hatte, der Erzeuger zu sein. Ihrer Mutter habe sie erzählt, dass sie zugenommen habe. Nach der Geburt hatte die 22-Jährige so geblutet, dass sie sich mit einem Taxi in eine Klinik fahren ließ. Die Ärzten schalteten die Polizei ein. Im Haus fanden die Ermittler daraufhin das tote Kind.

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