RWE-Betriebsräte warnen vor kurzfristigem Aus für Braunkohle
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Der sogenannte RWE Tower, Zentrale des Energiekonzerns RWE. Foto: Marcel Kusch/Archiv
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Bergheim (dpa/lnw) - Im Streit um die geplanten Rodungen am Braunkohletagebau Hambach haben sich die Arbeitnehmervertreter des Energiekonzerns RWE zu Wort gemeldet. Umweltverbände wollten die Kommission der Bundesregierung zum Kohleausstieg mit diesem Thema «ganz offensichtlich unter Druck setzen», heißt es in einem am Montag veröffentlichten Brief der Konzernbetriebsratsvorsitzenden an Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) und Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU).

«Im Grunde soll unsere Tätigkeit im Rheinland kurzfristig vollständig zum Erliegen gebracht werden», schreiben die Betriebsräte weiter. Schulze und Altmaier müssten für Klarheit sorgen. Die Beschäftigten warteten auf die Zusicherung, «dass sie sich auf geltendes Recht verlassen können». Für den Kohleabbau in Hambach gebe es gültige Genehmigungen.

Schulze hatte am vergangenen Freitag RWE aufgefordert, während der Arbeit der Kohlekommission auf die umstrittenen Rodungen zu verzichten. Es dürften «keine vollendeten Tatsachen geschaffen werden». RWE will im Herbst mehr als die Hälfte des übrig gebliebenen Waldes roden. Dagegen gibt es massive Proteste. Am Wochenende griffen Vermummte Polizisten an und verletzten mehrere Beamte.

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