RWE darf Kohlekraftwerk in Holland weiterbauen

Den Haag/Eemshaven (dpa/lnw) - Greenpeace ist mit der Forderung nach einem Baustopp für das umstrittene RWE-Kohlekraftwerk auf der niederländischen Seite der Emsmündung gescheitert. Das höchste Gericht der Niederlande wies am Mittwoch einen Eilantrag der Umweltschützer ab. Im August hatte das Gericht zwar Teile der Naturschutzgenehmigung zum Betrieb des Kraftwerks gekippt. Die zuständigen Provinzen hatten jedoch auf einen Baustopp verzichtet. Sie gehen davon aus, dass die Unklarheiten bei einer erneuten Beantragung der Genehmigungen durch die RWE-Tochter Essent ausgeräumt werden. Das Kraftwerk, dessen Bau 2009 begann, soll das größte der Niederlande werden und insgesamt 2,9 Milliarden Euro kosten.

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